Resonanzboden

Der Resonanzboden, das klingende Instrument eines Flügels, unterliegt einem stetigen Alterungsprozess. Dabei verändert sich das Holz, sodass dieses mit hohem Alter wesentlich härter, leichter und elastischer wird. Alles drei Eigenschaften, die für den Klang vorteilhaft sind. Nur Holz alter Resonanzböden vermag so einer einzigartigen Klangfülle und Tonfeinheit.


Durch den Alterungsprozess verliert der Resonanzboden leider auch an Spannung, welche maßgeblich die Dynamik steuert. Alte Flügel haben so zwar oft einen schönen romantischen Klang, sind jedoch nicht mehr ausreichend konzertant. Um beim Restaurieren der Flügel die ursprüngliche Klangkraft und Dynamik zu regenerieren, wird die Wölbung und damit die Spannung der Resonanzböden wieder hergestellt.
Der ursprünglich gewölbte Boden zeigt letztlich durch mehr oder weniger stark ausgeprägte Risse, dass die Wölbung durch den natürlichen Schwund im Holz gänzlich verbraucht ist. Die Risse allein stellen so kein Qualitätsunterschied da, denn die meiste Spannung ist bereits deutlich früher verloren gegangen. Es ist dabei klar, dass dieser Alterungsprozess anfangs deutlich schneller und später kaum noch spürbar ist. Wird ein alter Resonanzboden wieder in Stand gesetzt, so kann anschließend von einer deutlich verbesserten Klangstabilität ausgegangen werden.
Zur Spannung selbst sei angemerkt, dass es verschiedene Techniken zur Wölbung gibt, die ein Anpassen der Dynamik ermöglichen. Lediglich das Füllen der entstandenen Risse ist dabei nicht ausreichend.