Resonanzboden

Der Resonanzboden, das klingende Instrument eines Flügels, unterliegt einem stetigen Alterungsprozess. Dabei verändert sich das Holz, sodass dieses mit hohem Alter wesentlich härter, leichter und elastischer wird. Alles drei Eigenschaften, die für den Klang vorteilhaft sind. Nur Holz alter Resonanzböden vermag so einer einzigartigen Klangfülle und Tonfeinheit.

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Gussplatte bronzieren

Die traditionelle Oberflächenbehandlung der Gussplatte ist das Bronzieren. Hierbei werden verschiedene Bronzepulver auf die Gussplatte aufgestäubt. Dabei entsteht ein Metalleffekt, der so mit den heute üblichen Lackierverfahren nicht möglich ist. Aufgebracht wird die Bronzierung auf einen Ocker-, Asphalt- oder Gipsgrund, der auf das raue Gusseisen gespachtelt wird. Spezielle Lacke bilden anschließend einen Schutzfilm, sodass die Bronzen nicht oxidieren.
Die Gussplatte ruht unten auf der Raste, eine massive Balkenkonstruktion, so gewähren sie dem Flügel zusammen die nötige Stabilität.

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Stimmstock

Der Stimmstock, ein Hartholz, welches unter der Gussplatte sitzt und die Saiten auf Spannung hält, gibt den Wirbeln und somit den Saiten ein festes Fundament. Die Zugspannung der Saiten beträgt mit unter 20 Tonnen und mehr, dieser ist auf Dauer nicht jeder Stimmstock gewachsen. Oftmals ist es ausreichend den Stimmstock zu restaurieren. Ist dieser jedoch zu stark in Mitleidenschaft genommen, wird er ersetzt. Ein Holz, welches eine gute Kombination aus Härte und Zähigkeit aufweist, ist Bergahorn. Dieser wird in verschiedenen Schichten über Kreuz verleimt.

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Besaiten

In der Besaitung kann anhand des Saitendurchmessers eine klangliche Variationsbreite erzeugt werden. Damit der originale Klangcharakter eines Flügels erhalten bleibt, ist es zweckmäßig sich an den originalen Maßen zu orientieren. Um eventuelle Fehler zu korrigieren, wird die Mensur im Computer analysiert.

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Gehäuse

Die alte Kunst des Lackierens und Polierens verleiht dem Flügel seine unvergleichbare Eleganz. Ausgeklügelte Formen schaffen ein ausgewogenes Bild, welches mit hohem Wiedererkennungswert den einzelnen Herstellern und der Zeitepoche des ausgehenden 19 Jhd. Zeugnis trägt.
Die natürlichen Harze aus denen nach traditionellen Verfahren Lacke hergestellt werden, verbinden sich so innig mit dem Holz, dass es keine Alternative gibt, die ein vergleichbar tiefes Farbbild erzeugt. Zudem sind derart lackierte Instrumente immer wieder restaurierbar.

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Bewährte Materialien und Techniken

Viel Wissen aus den alten Handwerken ist verschüttet. Dadurch hat sich die Vielfalt stark reduziert. Mit hohem Aufwand ist es jedoch möglich vergleichbare Ergebnisse und Techniken zu regenerieren. Das Mischen von besonderen Lacken oder das Färben von Filzen gehören ebenso dazu, wie das Bronzieren nach alter Tradition.
Dabei ergibt sich hieraus ein doppelter Nutzen. Einmal ist es rein optisch eine Augenweide, die Dinge so zu sehen, wie sie einst aussahen, zum Anderen waren die alten Techniken auf Funktion optimiert und nicht wie heute vielfach nur auf die wirtschaftliche Ausbeute.

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Lacke

Überall dort wo das Polieren nicht möglich oder nicht sinnig ist, gibt es eine Vielzahl an historischen Lackrezepten, die dafür gute Dienste leisten. So wird ein Schellack durch den Zusatz von ätherischen Ölen streichbar. Einem Resonanzboden gibt ein Kolophoniumlack seit jeher besten Schutz.

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Schellackpolitur

Beim Schellackpolieren wird mittels eines Ballens mit jedem „Überwischen" eine hauchdünne Lackschicht erzeugt. Nach anfänglichem Porenfüllen, wofür dem Schellack etwas Bimsstein zugesetzt wurde, wird das Holz nur gerade so lange poliert, bis es eben zu glänzen beginnt. Es erscheint dann so, als ob das Holz selbst anfängt zu glänzen. Diese Technik verleiht der Oberfläche die edelste aller Erscheinungsformen, da der Lack selbst dabei in den Hintergrund tritt. Sämtliche Formen, die dem Holz angedacht sind, bleiben dabei erhalten. Die Haltbarkeit einer solchen Politur ist nicht unerheblich, denn das Bimsteinpulver verhilft der Holzfläche zu großer Härte.

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Spielwerk Mechanik

Mechanik, Tasten und Dämpfung bilden ein zusammenhängendes dynamisches System, welches dem Pianisten die Kontrolle über die Akustik gewährt.
Meist sind diese trotz jahrzehntelangem Gebrauch, nach ihrer Restaurierung wieder komplett funktionstüchtig. Bemerkenswert ist, dass gute Mechaniken nach dieser langen Zeit immer noch in einem besseren Zustand sind als die neu Produzierten.
Alte Flügel variieren, aufgrund ihrer verschiedenen Mechaniktypen und deren unterschiedlichen Hebelverhältnisse, wesentlich in ihrer Spielweise. Diese vorteilhafte Variationsbreite bleibt bei der Restaurierung erhalten.
Der Hammer bildet dabei das Verbindungsglied zwischen Mechanik und Akustik. Neben der präzisen Regulation der Mechanik entscheidet die Qualität des Hammers über den Klangcharakter, der schließlich aus dem Repertoire der Akustik ausgewählt wird.

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Klaviere & Flügel restaurieren

 

Beim Restaurieren von Flügeln und Klavieren ist es wichtig zwischen dem reinem Restaurieren, welches für Museen oder Liebhaber bedeutsam ist und einer Klavierreparatur, Flügelrestauration, Renovation oder Generalüberholung zu unterscheiden.

Die Definition des Wortes Restaurierung beschränkt sich auf die Rückversetzung eines Objektes in dessen originalen Zustand mit geringer Entfaltungsmöglichkeit für Veränderungen.

Während bei der Flügelreparatur beispielsweise moderne Lackiermethoden angewendet werden können, ist bei einer vollwertigen Restaurierung auf Originaltreue zu achten.

Diese Methode ist umfangreicher, zeitintensiver und kostenaufwendiger, führt dementsprechend aber zu einem sehr exklusiven Ergebnis und gibt dem Instrument einen sehr edlen Charakter. Wir empfehlen das originalgetreue Restaurieren der Flügel. Es betont den historischen Wert der Instrumente. Die Verwendenung traditioneller Materialien wie z.B. Schellack, erleichtern ein erneutes Restaurieren in ferner Zukunft. Sie bewahren so ein Stück Kulturgut.

Was machen wir

In Handarbeit restaurieren wir ursprüngliche Instrumente auf höchstem Niveau und erhalten durch ausschließlich klassische Bau- und Fertigungsweise, Qualität und Klangvielfalt.

Solche durchaus 100 Jahre alten Flügel und Klaviere sind oft sehr stark beschädigt. Ihr Resonanzbodenholz, ähnlich dem Holz einer guten Geige, kann jedoch nicht alt genug sein und ist trotz altersbedingter Beschädigungen mit der klanglich wertvollste Teil der Instrumente. Die fachgerechte Restaurierung dieser alten Musikinstrumente hinsichtlich Akustik sowie Mechanik bedarf langjähriger Erfahrung, handwerkliches Geschick und viel Geduld.

Das 19. Jahrhundert widmete sich ganz der Perfektion. Die detailreichen Instrumente dieser Zeit sind wahre Kunstwerke hinsichtlich Klangvielfalt und handwerklicher Präzision. Während damals ein Flügel Prestige- und Kunstobjekt höchster Güte war, entwickelte sich nachfolgend das Klavier schnell zu einem Massenprodukt. Mit den sich verändernden kulturellen Sichtweisen dieser Zeit sowie der Industrialisierung tragen epochale Instrumente - insbesondere solche aus dieser Zeitepoche stammende Flügel - heutzutage einen hohen historischen, musikalischen und künstlerischen Wert.

Diese Zeit der Handarbeit und des Kunsthandwerks hat verschiedene und vielseitige Instrumente hervorgebracht, welche die heutige Arbeit der Restaurierung abwechslungsreich und interessant gestalten. Unser Ziel ist es, durch Restaurierung den historischen Wert der Instrumente zu erhalten, ihre Spielbarkeit Instand zu setzen, zu perfektionieren und eine unverwechselbare Klangvielfalt zu bewahren.